Wenn ein festgemachtes Schiff von den Wellen oder dem Wind hin und her geworfen wird, sind sehr große Kräfte im Spiel.
Es ist nicht erlaubt, ein schweres Boot mit einem Fall oder einer Schot zu vertäuen, da dies zu Schäden führen kann.
Schoten und Fallen zeichnen sich durch einen sehr geringen Dehnungskoeffizienten (Elastizität) aus, im Gegensatz zu Festmachern, die sich unter Last von 10% bis über 25 % ihrer Länge dehnen können.
So ist eine gute Festmacherleine elastisch und entlastet die Kräfte, die auf die fest an Bord montierten Klampen, Klampen und Winschen übertragen werden.
Sie ist außerdem flexibel, um auch bei Salz leicht handhabbar zu bleiben, und UV-beständig.
Bei der Angabe des Durchmessers ist es üblich, eine "4" zur Länge des Bootes in Metern zu addieren, um den Durchmesser der Festmacher in Millimetern abzuleiten. Ein 8 m langes Boot wird also mit Festmachern mit einem Durchmesser von mindestens 12 mm ausgestattet.
Apropos Länge: Mit vier Festmachern an Bord (zwei kurze in Bootslänge und zwei lange mit anderthalb oder zwei Längen) ist man für fast jede Situation gerüstet. Wenn man dann noch eine ca. 50 m lange Gurttrommel dazu nimmt, ist man bestens gerüstet!
Die aus Polyamid (Nylon) gefertigten sind am elastischsten.
Was die Abriebfestigkeit und die Kosten angeht, hat Polyester die Nase vorn, bietet aber ein niedrigeres Elastizitätsmodul.
Polypropylen-Tauwerk schließlich schwimmt, hat aber eine geringere Abrieb- und UV-Beständigkeit.
Schließlich gibt es bei den Klassikern noch Festmacher aus Naturfaserkabeln. Dabei handelt es sich in der Regel um Hanf oder Sisal, die man auch als ... Bodenbelag findet.
Diese verschiedenen Materialien erlauben drei verschiedene Arten, Festmacher zu bauen.
Gedrehte Festmacher sind Seile, die aus 3 oder 8 Litzen bestehen. 8-litzige Festmacher erlauben Spleiße, die dazu bestimmt sind, sie mit Anker- oder Ankerketten zu verbinden. Die 8-Litzen-Leine ist deutlich elastischer als die 3-Litzen-Leine.
Gedrehte Festmacher sind leicht zu spleißen.
Diese Festmacher sind sehr flexibel und handlich und halten Abrieb gut stand.
Das Flechten ähnelt der Herstellung eines "Scoubidou" im Gegensatz zum Verseilen, das durch das Aufwickeln von Fasern zu Litzen entsteht, die wiederum untereinander zu einem Kabel verdrillt werden. 12 bis 18 Spindeln werden geflochten und anschließend mit einem Mantel geschützt oder nicht.
Der erste Vorteil von geflochtenen Festmachern ist ihr Komfort. Sie "kokeln" nicht (kokeln bedeutet, dass man ein Kabel nicht ohne eine leichte Drehung aufwickeln kann). Diese ummantelten Festmacher liegen besonders gut in der Hand.
Um die Lebensdauer der Festmacher zu verlängern, kann ein sorgfältiger Segler Hülsen (oder Überhülsen bei doppelt geflochtenen Festmachern) anfertigen oder anfertigen lassen, die an den üblichen Törnpunkten auf See verbleiben.
Diese Hülsen fungieren als Verschleißteile, bevor die Struktur des Festmachers angegriffen wird.
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